Als "Ein-Straßen-Stadt" wird Dessau 1213 zum ersten Mal in einer Wörlitzer Stiftungsurkunde erwähnt. Allerdings hing der Name wohl mehr zufällig mit der Urkunde zusammen. Denn das Schriftstück nannte bei der Aufzählung sämtlicher Urkund-Zeugen u.a. den Pfarrer der Dessauer Stadtkirche, Bertholdus de Dissowe. Damit besitzen wir eine einprägsame Jahreszahl (1213). Wann aber vorher und in welchem Jahr die Stadt gegründet worden ist, wissen wir nicht genau.
Es war das Jahrhundert der germanischen Städtegründungen. In unserem ein-Straßen-Grundriss existierte bereits die Dessauer Stadtkirche St. Marien; mehrere Adelige besaßen "Sattelhöfe" und im "Hospital zum Heiligen Geist" lebten 19 "Arme". Daneben stand die Nikolaus - Kirche.
Das Schwergewicht der Stadt lag ehemals zwischen dem Zerbster Tor (im Norden) und der Steinstraße (beim ehemaligen Stenischen Tore) im Süden. Die Stadt verlief also längs der Zerbster Straße und dem sogenannten Kleinen Markt (mit heutigem Rathaus) und der Stadtkirche St. Marien sowie dem Schlossplatz ("Großer Markt") und zuletzt leicht abwärts der Steinstraße.










